Titan 11. Mai 2003 - 18. April 2012
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Titan kam in einem ruhigen kleinen Hundekennel bei einer Familie in Hellerup zur Welt. Ein Teil eines Raumes war für die Hundewelpen eingerichtet, und man konnte deutlich merken, dass die ersten wichtigen Wochen in Titans Hundeleben voller Liebe und Zuwendung der Kennelbesitzer waren.

Titan war grö
βer als die anderen Welpen im Wurf. Darum bekam er den Namen "Gourmet". Als Poul-Erik zum ersten Mal in Hellerup war, bestand für ihn kein Zweifel daran, dass dieser Welpe etwas ganz Besonderes war, darum sollte er "Titan" heiβen. Auch als erwachsener Hund war Titan gröβer als ein typischer Zwergschnauzer, er war und blieb eben immer etwas ganz Besonderes.

Bei Titans erster Autofahrt am 20. Juli 2003 saβ er an der Passagierseite auf dem Boden im schwarzen Audi A 3. Das wurde dann sein Stammplatz.

Schon als Welpe war Titan munter und zufrieden und blieb es sein Leben lang.  Wohin er auch immer kam, gewann er schnell die Herzen der Menschen. Titan war sehr pflegeleicht. Er machte als Welpe nur ganz wenige Streiche, wenn er allein zu Hause war, wurde sehr schnell stubenrein und war immer munter und aufgeschlossen neuen Menschen und Herausforderungen gegenüber. Auch als Wächter eignete er sich: Wenn er drauβen auf dem Grundstück Geräusche hörte, sah er es als seine Pflicht an, im Liegen etwas zu knurren.

Poul-Eriks Job brachte Perioden mit Überstunden mit sich. Darum konnte er nicht immer zu Hause sein, um Gassi zu gehen. Zum Glück ist EG ein guter Arbeitsplatz, und schon nach wenigen Nachfragen im Büro wurde Titan der "Finance Hund" der Abteilung.

Poul-Erik merkte schnell, dass der kleine Titan mit seinem Charme Herzen erobern konnte. Hmmmmmm..............das musste man doch ausnutzen, und mit ein par Fotos mit Titan auf einer Datingseite  hatte er Erfolg.

Titan konnte man nicht einen ganzen Tag und einen Abend allein zu Hause lassen. Darum kam er mit zu unserem ersten Date. Ulf war ein wenig skeptisch, denn er war Hunde nicht gewöhnt. War "der" gefährlich, und würde er die Wohnung verwüsten? War es besser, sich zum Brunch in einem Café am Fluss zu treffen? Zum Glück konnten wir bei schönem Wetter drau
βen sitzen. Die Bedienung kam freundlicherweise mit einer Schale Wasser für Titan, da fühlte er sich nicht ganz unwillkommen. Ulf entdeckte mehr und mehr seine Zuneigung für Titan und entwickelte sich schnell zu einem ganz groβen Hundefreund.

Leider kan Titan nicht bei uns sein, wenn wir uns nach fast 8 gemeinsamen Jahren am 5. Maj 2012 das Ja-Wort geben. Auf unseren Hochzeitsbildern wird es einen gro
βen leeren Platz geben.

Titan war jetzt abwechselnd in Struer und in Århus. Doch Ulf hatte auch ab und zu lange Arbeitstage. Aber einen Hund an einen Arbeitsplatz mitzunehmen, wo Forschung an Lebensmitteln stattfindet, war nicht richtig möglich. Darum kam Titan immer dann mit Poul-Erik zur Arbeit, wenn man planen musste, wo Titan an den folgenden Tagen praktischerweise sein konnte. Titan betrachtete diese Änderungen immer positiv, nun geschah wieder Neues und Spannendes. Er fühlte sich in seinen beiden "Zu Hause" in Resen (Struer) und Århus wohl. Besonders wohl fühlte er sich jedoch, wenn er mit Poul-Erik zur Arbeit gehen konnte, wo viele Leute ihm viel Aufmerksamkeit schenkten.

Wenn wir spielten, war Titan - der Rasse gemä
β - beharrlich und wollte nicht aufgeben. Wenn er einen Stock zu fassen bekam, lieβ er ihn nicht los, auch wenn dieser sich ein ganzes Stück über dem Boden bewegte. Ein lustiges Spiel war es, wenn wir einen Teddy an einer Schnur hochzogen und Titan dann an uns hoch krabbelte.

Titan wusste, was er wollte, und es gehörte sehr viel dazu, ihn von seinem Vorhaben abzubringen. Diese Beharrlichkeit ist kennzeichnend für seine Rasse. Wenn man mit Titan diskutierte, hatte er immer das letzte Wort ( in Form eines kleinen Brummens).

Wenn Titan zufrieden war und sich wohlfühlte, grunzte er auf eine ganz spezielle Art und Weise.

Als wir unser Haus in Resen in Stand setzten, war der kleine neugierige Zwergschnauzer auch dabei. Anfangs lief er immer hinter uns her. Als wir das Obergeschoss ausräumten, lief er jedesmal hinter uns die Treppe rauf und runter.  Zu einem Zeitpunkt war ein Handwerker im Haus gewesen und hatte vergessen, die Tür zu schlieβen. Das nutzte Titan aus, um neue Streiche zu machen. Er fand unter anderem eine groβe Rolle Glasfaser. Ob man die rollen konnte? Tatsächlich! Meine Güte - wie viele Meter war die Stube lang! Ob man die Rolle auch zerbeiβen konnte? Auch das lieβ sich machen - Pfui Teufel, wie scheuβlich das juckte!

Auch mit Klorollen konnte man eine Zeitlang vortrefflich spielen, wenn einem der Tag so ganz alleine zu lang wurde.

Ein lebhafter Hund bekommt auch dann und wann ein paar Schrammen. An einem Heiligabend, als Poul-Erik und seine Mutter zu Ulfs Eltern nach Ry fahren wollten, konnte Titan  nicht abwarten, Poul-Eriks Mutter Karin zu begrüβen. Die Autotür an seiner Seite war geschlosssen, der Sitz hochgeklappt, doch die andere Tür war geöffnet. Titan glaubte, er könne sich aus dem Auto zwängen. Das gelang ihm eigentlich auch, doch ein Ohr blieb hängen. Du liebe Güte, unglaublich, wie selbst ein winziger Riss im Ohr bluten kann, wenn man den Kopf schüttelt! Noch an den nächsten Tagen war überall Blut. Ein merkwürdiger Verband kam um den Kopf, doch den konnte man schnell abreiβen.

Beim Spiel mit einem Hund von Freunden riss Titan sich eine Wildklaue los. Darum bekam er einen Socken an und einen Kragen um den Hals, damit er seine Wunde nicht schlecken konnte. Mit dem Kragen stie
β er überall an, ehe er an seinen eigenen "Baum" kommen konnte. Er war so verwirrt, dass er nicht wusste, welches Bein er heben sollte ( und eines war ja schon nicht mehr funktionstüchtig).

Geschenkpäckchen waren Titans groβer Hit, und jedesmal, wenn Geburtstag, Weihnachten oder andere Feste gefeiert wurden, mussten wir Hundekekse in so kleinen Päckchen einpacken, dass Titan das Interesse an den Geschenken für die Zweibeiner verlor. Er fand selber seine kleinen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum.

Eines Tages, als Ulf Titan zu einer Sitzung beim LBL mitgenommen hatte, rief Stinne: Ist der stumm? ---- Es sollte sich später, als es ums Geocaching ging, noch zeigen, dass Titan alles andere als stumm war!

Ulf war zu Besuch bei Kollegen, als diese am Überlegen waren, ob sie sich einen Hund anschaffen sollten. Schon kurz danach besa
βen sie einen süβen kleinen Zwergschnauzer-Welpen, der heute ihr liebes extra Kind ist.

Wir können nicht behaupten, dass Titan eine "Wasserratte" war.  Nur einmal wagte er "freiwillig" einen Sprung ins Nass. Das war im Sommer 2006, als er Angst hatte, er könne allein am Strand zurückgelassen werden, während wir badeten. Auf einer Tour zusammen mit den Freunden aus Ulfborg Kirkeby sprang Titan an einem dunklen Abend über einen Stamm. Er hatte jedoch nicht gesehen, dass sich auf der anderen Seite ein kleiner See befand. Er schwamm weg, doch es glückte uns, ihn zurückzurufen, obwohl das lange dauerte. Seitdem machte er einen groβen Bogen um kaltes Wasser. Selbst Pfützen wirkten unüberschaubar. Das erlebten wir häufig auf Geocaching-Touren. Titan wartete geduldig darauf, dass wir kamen und ihn übers Wasser trugen. Dasselbe erlebten wir, wenn das Gesträuch zu unübersichtlich wirkte.

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